US-Musikindustrie will Massenklagen aufgeben
Verwarnen statt verklagen: Die amerikanische Musikindustrie hat gemerkt, dass aufwendige Gerichtsprozesse gegen Raubkopierer wenig Effekt haben, aber viel Image-Schaden bewirken. Laut einem Zeitungsbericht wollen die Plattenfirmen jetzt enger mit den Internet-Providern zusammenarbeiten.
New York/Berlin – Seit 2003 hat die amerikanische Musikindustrie im Kampf gegen Raubkopierer rund 35.000 Menschen auf zum Teil mehrere Hunderttausend Dollar verklagt, berichtet das “Wall Street Journal”, darunter auch mehrere alleinerziehende Mütter, ein 13-jähriges Mädchen und einen Toten. Eine Strategie, die den von Umsatzrückgang gebeutelten Plattenfirmen wenig messbaren Effekt, aber dafür umso mehr Antipathie in der Öffentlichkeit eingebracht hat.












