Krise: Plattenfirmen entwickeln sich zu Medienunternehmen
Samstag, 23. August 2008Weniger Erlöse mit Musikprodukten, sinkende Preise für Tonträger und stetig wachsende Zahlen bei den illegalen Downloads – die vielerorts beschriebene Krise der deutschen Musikindustrie lässt sich belegen. Zwar steigt seit Jahren die tägliche Musiknutzung, doch die Umsätze gehen zurück.
(ddp/cm) – Von 1995 bis 2005 erhöhte sich laut Bundesverband der Musikindustrie der Konsum (ohne Radio und Internet) pro Person von 15 auf 45 Minuten pro Tag. Im selben Zeitraum hätten sich die Erlöse der Plattenfirmen mit Tonträgern um 39 Prozent verringert.
Plattenfirmen firmieren deshalb zu Medienunternehmen um, organisieren Auftritte ihrer Künstler, kümmern sich um das Merchandising. Neben dieser kompletten Ausnutzung aller Rechte sollen Flatrates für den Download von Musik oder Sondereditionen für echte Fans die Umsatzeinbrüche bei den Tonträgern ausgleichen.
