EU-​Parlament fordert Einschränkung des Anti-​Piraterie-​Abkommens ACTA

Das EU-​Parlament hat am heu­ti­gen Mitt­woch mit der gro­ßen Mehr­heit von 633 Stim­men einen inter­frak­tio­nel­len Ent­schlie­ßungs­an­trag zum umkämpf­ten Anti-​Piraterie-​Abkommen ACTA ver­ab­schie­det. Die Reso­lu­tion macht sich nicht nur für eine rasche Ver­öf­fent­li­chung des aktu­el­len Ent­wurfs für den geplan­ten Ver­trag stark. Auf Wunsch der Sozi­al­de­mo­kra­ten und der Grü­nen ist viel­mehr noch gegen das Votum der Libe­ra­len ein Ände­rungs­an­trag dazu­ge­kom­men, wonach die EU-​Kommission die Ver­hand­lun­gen auf das beste­hende Sys­tem zur Durch­set­zung der Rechte an imma­te­ri­el­len Gütern beschrän­ken soll. Die­ses ist haupt­säch­lich in einer ent­spre­chen­den zivil­recht­li­chen Richt­li­nie umris­sen. Dar­über hin­aus gehende straf­recht­li­che Sank­tio­nen wün­schen die Abge­ord­ne­ten dem­nach nicht.

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Erste Anhörung: Pink Floyd und EMI im Rechtsstreit

Wien — Die bri­ti­sche Rock­band Pink Floyd ver­klagte im ver­gan­ge­nen April ihre Plat­ten­firma EMI, da es Unei­nig­kei­ten im Ein­zel­ver­kauf ihrer Songs und der Berech­nung von Online-​Tantiemen durch das Label gibt. Die erste Anhö­rung in die­ser Causa fand nun am 9. März statt.

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Expansion: Live Nation veranstaltet Konzerte in Deutschland

Ham­burg — Live Nation eröff­net ein deut­sches Depart­ment. Mana­ging Direc­tor von Live Nation Ger­many wird Johan­nes Wes­sels. Dar­über hin­aus ernennt der welt­weit größte Kon­zert­ver­an­stal­ter Klaus Zemke, der frü­her Ticket Online lei­tete, zum neuen Mana­ging Direc­tor von Ticket­mas­ter Germany.

Deutsch­land ist der viert­größte Musik­markt der Welt und bie­tet uns gro­ßes unge­nutz­tes Poten­zial”, begrün­det Alan Ridge­way, CEO von Live Nation Enter­tain­ment Inter­na­tio­nal, die Expan­sion. “Mit Johan­nes Wes­sels haben wir einen Ver­an­stal­ter mit 25 Jah­ren Erfah­rung im Musik­busi­ness gewon­nen, der Künst­ler wie Jus­tin Tim­ber­lake, die Foo Figh­ters und Neil Young ver­an­stal­tet hat.” 

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GEMA erwirkt einstweilige Verfügung gegen UseNeXT

Mün­chen – In ihrem Kampf für eine legale Nut­zung ihres Reper­toires im Inter­net war die GEMA erneut erfolg­reich. Das Land­ge­richt Ham­burg hat nun die am 17. Februar 2010 ver­han­delte einst­wei­lige Ver­fü­gung gegen den Zugangs­an­bie­ter UseNeXT zum soge­nann­ten Use­net erlas­sen. Die Unter­las­sungs­ver­fü­gung erfasst 100 Werke des GEMA-​Repertoires. Die Ent­schei­dung des LG Ham­burg bedeu­tet laut GEMA letzt­lich eine erwei­terte Haf­tung für Zugangs­ver­mitt­ler: Diese haf­ten nicht nur, wenn sie expli­zit auf ille­gale Nut­zungs­mög­lich­kei­ten ihres Ange­bots hin­wei­sen, son­dern auch, wenn sie ihren ursprüng­lich so bewor­be­nen Dienst nicht aus­rei­chend modi­fi­zie­ren, um die Rech­te­in­ha­ber zu schüt­zen, heißt es dazu.

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Live-​Entertainment und Diskussionen auf der CeBIT Sounds!

Han­no­ver — Am 2. März fiel in Han­no­ver der Start­schuss für das im Rah­men der inter­na­tio­na­len IT-​Messe CeBIT unter dem Motto “IT meets Music” erst­mals statt­fin­dende Music-​Business-​Festival CeBIT Sounds!

Am Vor­mit­tag des 5. März machte die Köl­ner Crossover-​Band Die Rakede die Messe-​Besucher mit ihrer explo­si­ven Mischung aus Deich­kind und Limp Biz­kit wach.

Im Anschluss an das Kon­zert führte Tim Ende-​Styra, Senior PR Mana­ger beim Games-​Konzern Activi­sion, in das Tages-​Thema “Games, Play­ing Music” ein und prä­sen­tierte einige Bei­spiele von Künst­lern, die Spiele als Marketing-​Tools nut­zen. So set­zen etwa US-​Newcomerin Tay­lor Swift sowie Metal­lica auf Games wie “Gui­tar Hero”, um jün­gere Ziel­grup­pen zu erreichen. 

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Danger Mouse und EMI einigen sich nach langem Streit

Lon­don — Was lange währt, wird end­lich gut: Nach einer län­ge­ren “lega­len Aus­ein­an­der­set­zung” zwi­schen EMI und Pro­du­zen­ten Dan­ger Mouse alias Brian Bur­ton, konnte nun bekannt­ge­ge­ben wer­den, dass sich beide Par­teien auf die Ver­öf­fent­li­chung eines neuen Albums eini­gen konn­ten. Dan­ger Mouse, auch bekannt als eine Hälfte von Gnarls Bark­ley, hofft nun, das Album “Dark Night Of The Soul” im Juni her­aus­brin­gen zu können.

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Renner fordert Kulturflatrate für 12,90 Euro

Ber­lin (ots) — Der Bun­des­ver­band Musik­in­dus­trie (BMVI) sollte eine eigene Kul­tur­flat­rate für Inter­net­be­nut­zer ein­füh­ren — das for­dert der frü­here Uni­ver­sal Deutsch­land Chef, Tim Ren­ner, am Vor­abend der Echo-​Verleihung in der aktu­el­len Aus­gabe des deut­schen Rol­ling Stone (EVT 4.03.2010).

Nach Ren­ners Ansicht könne man poten­zi­el­len Musik­käu­fern im Inter­net für 12,90 Euro pro Monat einen unbe­schränk­ten Zugriff auf das Reper­toir der Plat­ten­fir­men gewäh­ren, “soviel pro Monat, wie eine CD gefühlt kostet”.

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Coca-​Colas “Soundwave” startet in eine neue Runde

Ber­lin — Coca-​Colas Newcomer-​Contest star­tet in eine neue Runde und hat es sich die­ses Mal zum Ziel gesetzt, nicht wei­tere unbe­kannte Talente zu ent­de­cken, son­dern den bis­he­ri­gen Gewinner-​Bands dabei zu hel­fen, in der Musik­welt auch län­ger­fris­tig beste­hen zu können.

Zwei der drei bis­he­ri­gen Gewinner-​Bands, aVid* (2007), Sama­vayo (2008) und The Rising Rocket (2009), wer­den die­ses Jahr getreu dem Wett­be­werbs­motto “Lang­fris­tige För­de­rung statt kurz­fris­ti­ger Hype” von Coca-​Cola unter­stützt wer­den. Die Gewinner-​Band aus 2008, Sama­vayo, wird diese Hilfe nicht mehr in Anspruch neh­men, da sie bereits ein Label gefun­den hat.

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ACTA: Bundesregierung erwärmt sich für Transparenz

Deutsch­land setzt sich gemein­sam mit 13 ande­ren EU-​Mitgliedsstaaten für mehr Trans­pa­renz bei den Ver­hand­lun­gen zum geplan­ten inter­na­tio­na­len Anti-​Piraterie-​Abkommen ACTA ein. Das teilte ein Spre­cher des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums der Jus­tiz (BMJ) auf Anfrage von heise online mit. Anders lau­tende Berichte unter ande­rem von Ver­hand­lungs­be­ob­ach­tern aus den Nie­der­lan­den rüh­ren laut dem Spre­cher ver­mut­lich daher, dass das Minis­te­rium hier einen Kurs­wech­sel voll­zo­gen und sich erst kürz­lich der Erklä­rung der “Fri­ends of Trans­pa­rency” unter den EU-​Mitgliedsstaaten ange­schlos­sen habe.

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Springer legt Musikmagazin Sounds auf Eis

Axel Sprin­ger wird nach MEEDIA-​Infos auf abseh­bare Zeit keine wei­te­ren Aus­ga­ben des Musik­ma­ga­zins Sounds mehr auf den Markt brin­gen. Die Aus­gabe, die im Novem­ber erschien, war die letzte. Sprin­ger hatte die legen­däre Print­marke Sounds im Jahr 2008 als mono­the­ma­ti­schen Rolling-​Stone-​Ableger reak­ti­viert und Hefte zu The­men wie “50 Jahre Musik­fern­se­hen”, “Rebel­len”, “60 Jahre deut­scher Pop” und zum Tod von Michael Jack­son pro­du­ziert. Ein kom­plet­tes Aus will man bei Sprin­ger nicht bestätigen.

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